Samstag, 14. Mai 2011

Tipps und Mittel gegen den Kleinen Frostspanner

Bildquelle: Benedikt Gasch / www.pixelio.de
Der Kleine Frostspanner ist einer der bekanntesten und bedeutendsten Forst - und Gartenschädlinge in
Nord- und Mitteleuropa. Diverse Kernobstkulturen, Beerensträucher, Waldbäume und Zierpflanzen zählen zu seinem großen Nahrungsspektrum. 
Wenn der unscheinbare Kleinschmetterling in Deinem Garten eingezogen ist, dann kann er große, irreparable Fraßschäden an zahlreichen Gewächsen anrichten. Damit Du dieses hartnäckige Schadinsekt effektiv beseitigst, sind rechtzeitige Vorbeugungs- und Bekämpfungsmaßnahmen notwendig.

Vorbeugung :
Der Kleine Frostspanner ist erst ab Mitte Oktober aktiv. Deswegen solltest Du spätestens Anfang Oktober mit den
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Vorbeugungsmaßnahmen beginnen. Um einen Befall des frostfreien Kleinschmetterlings an Obst- und Waldbäumen zu verhindern, kannst Du um die Stämme der Gehölze Leimringe möglichst dicht anlegen und diese mit dem beiligenden Bindedraht befestigen. Dabei solltest Du aufpassen, dass keine Lücken entstehen, weil die Hohllöcher von den in die Baumkronen kriechenden Frostspanner- Weibchen als Schlüpfstellen benutzt werden. Hohlstellen solltest Du entweder mit Ton oder mit Raupenleim ausstopfen. Ist die Baumrinde rissig, dann solltest Du die Borke vor dem Anbringen des Leimrings lückenlos plätten. Verwende keine gelben oder weißen Leimringe, da diese Farben auch nützliche Insekten ködern. Grüne oder blaue Leimfanggürtel eigenen sich am besten für die Vorbeugung gegen den Kleinen Frostspanner. Es empfiehlt sich, die Klebekraft der Fangringe regelmäßig zu kontrollieren und die daran haftenden Blätter und Insekten zu entnehmen. Es ist ebefalls ratsam, die Leimringe ab Mitte März abzulegen, damit diese nicht in die Baumrinde einwachsen. Manchmal legen die Frostspanner- Weibchen ihre Eier zur Not unter dem Leimring ab. Mit einer steifen Bürste kannst Du die Eier des Kleinen Frostspanners entfernen und somit eine Vermehrung des Schädlings vereiteln. Manche Hobbygärtner legen zwei Leimringe um den Stamm eines Baumes an. Der erste Fanggürtel wird  tiefer angebracht und der zweite Leimring wird etwas höher angelegt. Wenn Du Baumstützpfähle benutztst, dann solltest Du diese ebenfalls mit Leimfangürteln wappnen. Schadraupen- Leimringe sind im Fachhandel erhältlich. Viele Online-Versand- Shops bieten Leimringe von den Herstellern Neudorff, Schacht, Bayer und Celaflor. 

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Wenn Du dauerhaft einen Raupenbefall vermeiden möchtest, kannst Du dafür gezielt verschiedene Nützlinge einsetzen. Für hungrige Kohlmeisen, Blaumeisen und Amseln sind Frostspanner- Raupen eine attraktive Futterquelle. Sie nutzen die Larven zur Aufzucht ihres Nachkommens. Wenn Du Hühner hältst, dann kannst Du diese im Herbst ins Blumenbeet oder unter die Bäumen lassen, damit sie die Puppen des Kleinen Frostspanners aus dem Boden picken. Auf diese Weise verhindern die Federviecher einen Zuwachs des schädlichen Herbstfalters. Wenn Du keine Hühner hast, dann solltest Du die Rabatten und unter den Gehölzen gelegentlich durchhacken, vor allem im Frühsommer, wenn die Larven sich zu verpuppen beginnen. Im Frühjahr kannst Du die Frostspanner-Eier mit steifen Bürsten von der Baumrinde entfernen oder auf Zierpflanzen mit einer Lupe finden und ausmerzen. Blumen sind zierliche Pflanzen. Deshalb könntest Du die orangerot gefärbten Eier mit einer harten Zahnbürste abkratzen, damit sie nicht für Nachwuchs sorgen.
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Ab April kannst Du verstärkt Nützlinge einsetzen, um große Fraßschäden von Frostspanner- Raupen zu vereiteln. Raupenfliegen, Raubkäfer, Spinnen, Schlupfwespen eignen sich dafür genauso gut wie die oben erwähnten Hühner und Singvögel. Jedoch könnten Nebenfänge von Nützlingen manchmal gering ausfallen. Darum ist es zu empfehlen, einen potentiellen Larvenbefall bereits Ende September, Anfang Oktober mit Leim oder mit Leim bestrichenen Fanggürteln vorzubeugen. 

Die berühmten Leimringe, die für Präventation und Bekämpfung von Frostspanner- Raupen an Obst- und Waldbäumen eingesetzt werden, sind zu groß für die zarten Stängel der Ziergewächse. Stattdessen könntest Du probieren, vor dem Beginn der Eierablage die Stiele der Pflanzen mit Brunonia- Leim zu beschmieren. Somit werden die unflugfähigen Weibchen gehindert, auf die Pflanzen empor zu klettern, um sich dort mit den Männchen zu paaren und ihre Eier abzulegen. Diese Maßnahme ist sicherlich sehr mühsam, dennoch ist sie ein Versuch wert. Außerdem wirkt der Raupenleim gegen andere Spanner- Arten und gegen Blattläuse effektiv. Raupenleim wird ebenfalls vorbeugend an Obst- und Waldbäumen eingesetzt. Im Vergleich zu anderen Kriechleimen ist der Brunonia- Raupenleim für nützliche Insekten weniger gefährlich, da diese wieder frei kommen können. 

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Gesunde Nutz- und Zierkulturen sind für Krankheiten und Schädlinge wesentlich weniger anfällig. Zur Abwehr gegen den Kleinen Frostspanner und zur Stärkung des Pflanzengewebes empfiehlt sich, das Pflanzenstärkungsmittel ENVIrepel zu verwenden. Die Inhaltstoffe des Präparats basieren auf hoch dosierter Knoblauchsubstanz. Durch den Knoblauchduft werden die Schadinsekte für zwei Wochen verscheucht. Dieses Pflanzenstärkungsmittel wirkt auch gegen Blattläuse, Blattwespen, Blütenstecher, Fruchtfliegen, Gespinstmotten, Kohlfliegen, Kohlmotten, Kohlweißlinge, Lauchmotten, Milben, Miniermotten, Minierfliegen, Möhrenfliegen, Obstmaden, Rüsselkäfer, Schildläuse, Schnaken, Schnecken, Spinnmilben, Thripse, Weiße Fliegen, Zikaden., Echten Mehltau, Falschen Mehltau, Grauschimmel, Kraut- und Braunfäule, Lederfäule. Allerdings solltest Du das Präparat alle 14 Tage vorbeugend anwenden.
Um den Befall von Frostspanner- Raupen schlagkräftig zu bekämpfen, kannst Du entweder auf chemisch hergestellte Pflanzenschutzprodukte zugreifen oder als ökologisch denkender Gärnter biologisch entwickelte Präparate verwenden.

Biologische Bekämpfung:
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Wenn Vorbeugungsmaßnahmen nicht wirkungsvoll einschlagen, dann ist eine Bekämpfungsmaßnahme fällig. Damit Du weder den betroffenen Pflanzen noch nützlichen Tieren schadest, ist es ratsam, den Raupenbefall mit einem biologisch entwickelten Präparat zu bekämpfen.
Wenn Du lediglich ein paar Raupen auf den Wirtspflanzen gesichtet hast, dann sammele die gefrässigen Schädlinge ab und behalte die Gewächse im Auge, um ein massives Auftreten rechtzeitig zu verhindern. Die befallenen Pflanzenteile solltest Du entfernen und entsorgen. Beim starken Frostspanneraufkommen ist der Einsatz eines Pflanzenschutzmittels auf biologischer Basis sinnvoller. Zur biologischen Bekämpfung von Frostspanner- Larven an Zierpflanzen, Wald- und Obstbäumen eignet sich das Bio- Schädlingsfrei Neem- Präparat mit dem Wirkstoff Azadirachtin. Dieses natürliche Pflanzenschutzmittel ist vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zugelassen und kann auch bei anderen Kulturen ausgenommen bei Birnen und Erdbeeren ebenso verwendet werden. Das biologisch entwickelte Schädlingsfrei Neem- Pflanzenschutzmittel  ist nicht bienengefährlich. Manche Hobbygärtner sind der Meinung, dass ölhaltige Präparate besser zur Prävention im Frühjahr vor dem ersten Blattaustrieb dienen, weil sie manchmal zur einer Verklebung der Pflanzenblätter führen. 
Wenn Du kein Geld für Präparate ausgeben möchtest, dann versuche die Raupen des Kleinen Frostspanners mit erprobten Hausmitteln zu vertreiben. Du könntest die befallenen Pflanzen mit Ruß oder Algenkalk bestreuen. Um Dein Gemüse vor den gefräßigen Larven zu bewahren, pflanze Knoblauch zwischen den anderen Nutzkulturen an. Es gibt Gartenfreunde, die Kaffeeersatz in der Nähe der Pflanzen streuen, damit sie auf diese Weise die Raupen verscheuchen.


Bildquelle: Helmut J. Salzer / www.pixelio.de
Chemische Bekämpfung:
Bei einer extremen Befallssituation bzw. wenn der Raupenbefall an Nutz- und Zierpflanzen trotz Vorbeugung und Bekämpfung mit biologisch entwickelten Präparaten nicht reduziert oder vollkommen beseitigt werden konnte, ist eine direkte Maßnahme mit einem zugelassenen, chemisch entwickelten Pflanzenschutzmittel nötig. Zur chemischen Bekämpfung von Frostspanner- Raupen werden etliche Insektizide in Gebrauch genommen. Insektizide sind chemisch hergestellte Pestizide, die zur Ausmerzung, Hemmung und Vertreibung von Insekten dienen. Zur Vertreibung und Abtötung von Frostspanner- Raupen an Nutz- und Zierpflanzen kannst Du Präparate auf der Basis des Bodenbakteriums Bacillus thuringiensis verwenden. Dazu zählt das Bt- Pflanzenschutzmittel Xentari von Neudorff , das im Gemüse-, Obst- und Weinbau eingesetzt werden darf. Dieses natürliche Insektizid ist sogar im ökologischen Anbau zugelassen. Einige Experten sind der Meinung, dass Xentari nur bei einem Schmetterlingsraupenbefall an Kernobstkulturen verwendet werden darf. Dieses Bt- Präparat soll in der Regel bei einer Witterung über 15 C˚ benutzt werden, um gefräßige Raupen effektiv zu bekämpfen, und ist auch im Ziergarten einsetzbar. Das Neudorff Raupenfrei Xentari- Pflanzenschutzmittel ist für Klein- und Hausgarten zugelassen und für Bienen nicht gefährlich. Für den Einsatz in der Forstwirtschaft ist das natürliche Bt- Insektizid Dipel ES erlaubt. Alle Präparate, die auf dem Bacillum thuringiensis basieren, gelten als natürliche Insektizide gegen
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Schmetterlingsraupen und bestehen hauptsächlich aus getrockneten Bakterien-Sporen und kristallinen Endotoxinen. Der Bekämpfungserfolg hängt von der Aufnahmerate und der Entwicklungsphase des Pflanzenschädlings. Die Wirkungsdauer von diesem Pflanzenschutzmittel ist von den Witterungsbedingungen und Mikroorganismen sehr abhängig. Durch UV- Strahlung, Regen und Mikroorganismen kann die Wirkung von Bt- Präparaten abgebaut werden.
Ein weiteres natürliches Insektizid, das gegen Frostspanner- Raupen anwendbar ist, ist das Neudorff Spruzit Schädlingsfrei Spritzmittel. Das Präparat basiert auf Pyrethrum und Rapsöl und  kann gegen Raupenbefall an Zierpflanzen sowie an Gemüse und Obst im Freiland eingesetzt werden. Allerdings sind Pflanzenschutzmittel, die auf Pyrethrum  beruhen, für alle Insektenarten schädlich. Zur direkten chemischen Bekämpfung von Frostspanner- Raupen an Zierpflanzen stehen einige zugelassene Pflanzenschutzmittel zur Verfügung. Dazu zählen der Gartenspray Calypso Perfekt und das Spritzmittel Calypso Perfekt AF. Beide Präparate sind jederzeit einsetzbar und schützen die Pflanzen vor Neubefall. Diese Pflanzenschutzmittel enthalten den Wirkstoff Thiacloprid und können bis zu 6 Wochen die Kulturen vor einem Raupenbefall bewahren. Jedoch sollte man den Gebrauch von chemischen Insektiziden auf das Nötigste reduzieren, denn sie stellen eine Gefahr sowohl für die befallenen Pflanzen als auch für Nützlinge und bestäubende Insekten dar. Wenn Du den Gartenspray Calypso Perfekt verwendest, dann achte darauf, dass Du nicht in Windrichtung stehst und somit die giftigen Chemikalien einatmest. Als kostengünstige Maßnahmen zur chemischen Vertreibung von Frostspanner- Raupen gelten das Bespritzen der Pflanzen mit Schmierseifenwasser und das Bestreuen mit Tabak- Asche.

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Tipps:
Wenn Deine Obstbäume oder Zierpflanzen im vergangenen Jahr vom Kleinen Frostspanner befallen waren, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Befall sich im darauffolgenden Jahr wiederholt, sehr hoch, vor allem wenn Du diesen Schädling nicht effektiv bekämpft hast. Im Sommer solltest Du dich auf der Suche nach Puppen machen, damit Du eine Massenvermehrung des Kleinen Frostspanners frühzeitig verhinderst.
Nützlinge sorgen in Deinem Garten für Gleichgewicht und beseitigen lästige Schädlinge. Nützliche Vögel  kannst Du ansiedeln, indem Du in Deinem Garten Nistkästen aufhängst. Um einen Befall von Kleinen Frostspanner zu vermeiden, ist es ratsam, Pflanzensorten zu kultivieren, die gegen das Schadinsekt widerstandsfähiger sind. Befinden sich weitere betroffene Kulturen in der Nähe, ist mit einem Befall an anderen Pflanzen früher oder später zu rechnen, weil die Mobilität der Forstspanner- Larven durch den Wind und ihre feinen Gespinnste unterstützt wird. 
Bevor Du eine Bekämpfungsmaßnahme durchführst, solltest Du zuerst die befallenen Blätter, Knospen, Blüten und Früchte entfernen und diese in den Hausmüll entsorgen oder verbrennen.  Es ist ratsam, die beschädigten Pflanzenteile nicht als groben Kompost weiter zu verwenden, weil unbeschädigte Schmetterlingseier sich noch auf den angefressenen Pflanzenteilen befinden könnten. Sowohl biologische als auch chemische Behandlungen müssen rechtzeitig erfolgen. Die beste Behandlungszeit ist nach der Eierablage oder wenn die Larven frisch geschlüpft sind. Die Früherkennung der Fraßschäden ist entscheidend für die effektiven Bekämpfung von Frostspanner-Raupen. Wenn Du den gefräßigen Schädling rechtzeitig bemerkt hast, dann ist es leichter, ihn zu bekämpfen. Wenn die Raupen die Wirtspflanzen bereits zusammengesponnen haben, dann hast Du den richtigen Moment  versäumt. 
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Bei dem geringsten Symptom eines weiteren Raupenbefalls muss die betroffene Pflanze mit einem Schutzmittel behandelt werden. Systematische Insektizide haben die Eigenschaft, auch versteckte Pflanzenschädlinge zu erreichen und die Nachkommenschaft abzutöten. Manche Präparate können eine schädliche Wirkung auf die Pflanzen haben. Dies gilt insbesonde für chemisch hergestellte Insektizide.

Fazit:
Damit die vorbeugenden Maßnahmen gegen den Kleinen Frostspanner wirkungsvoll einschlagen, solltest Du diese rechtzeitig, spätestens vor der Eierablage der Falterweibchen durchführen.Wenn die Präventionsmittel- und Methoden ohne Wirkung bleiben und bereits ein Raupenbefall vorhanden ist, dann ist eine direkte Bekämpfungsmaßnahme gegen den frostfreien Pflanzenschädling notwendig.
Eine biologische Bekämpfungsmaßnahme schadet nur den Frostspanner- Raupen, während der Einsatz von chemisch hergestellten Pflanzenschutzmitteln kann sowohl Wirtspflanzen als auch Nützlinge gefährden und beschädigen. Es ist ratsam, umweltfreundliche, nützlingschonende, pflanzenverträgliche und gut kompostierbare Präparate für die Bekämpfung des Kleinen Frostspanners zu verwenden, welche für die Behandlung keine Wartezeit benötigen.

                                                                                  Petia Ganeva
                                                                            












Kommentare:

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